Kritiken

A – vorübergehend gestört
für Turbotuba und Tonband, 1997

[...] Auf technisch höherem Niveau steht die von Lutz Glandien in seiner neuen Komposition A – vorübergehend gestört eingesetzten Turbo-Tuba: ein selbstspielend bespielbares Instrument mit Extra-Stürzen.
Der Katzer-Schüler Glandien hat schon 1987 für Michael Vogt, den Solotubisten des Berliner Sinfonieorchesters, ein Konzert geschrieben. Angeregt durch ......, baute er seitdem seine Vorliebe für das vollmundige Blasinstrument aus. Seine Turbotuba ist ein vorsintflutliches Monstrum, das vom Telefon zum Morsesignal zurückführt, andererseits ein zu allem befähigtes Ding. Wenn Michael Vogt nach vergeblichen Wählversuchen vorübergehend verbunden war, kommunizierte er auf wunderbare Weise mit Klängen und Rhythmen, die aus dem Tuba-Innern: neue Klangbereiche, bei denen das ganze Instrument mitvibrierte, entfalteten sich auf szenisch plausible Weise. [...]
Albrecht Dümling (Berliner TAGESSPIEGEL, 1997)
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