Texte

5 Blech.1

Die konzeptionelle Ausgangsposition der gemeinsamen Arbeit von Lutz Glandien und Malte Lüders hat sich nicht im theoretischen Raum entwickelt, sondern wurde durch die Arbeit an den Installationen geboren.

Die grundlegende Frage der Verbindung zwischen Architektur und Klang wurde immer wieder an Gegensätzen der beiden Disziplinen – Zeit und Materialität – erörtert; einen Raum zu formulieren der so vergänglich, durchlässig und fließend ist wie Musik, und einen Klang zu komponieren, der so deutlich, faßbar und räumlich ist wie Architektur.

Die gesuchten synergetischen Effekte lassen sich immer wieder in Bildern finden, die uns täglich umgeben. Die zu leistende Arbeit besteht im Auffinden und der Sichtbarmachung dieser Bilder.

Ein Gewitter nimmt durch seine Heftigkeit einen temporären Raum völlig in Besitz, und ist doch vergänglich. Es nimmt die Anwesenden in sich auf, umgibt sie mit Schall, Licht und Wasser, um sie wieder freizugeben mit einer Erinnerung.

Fünf verschieden große Flächen aus Stahl, die untereinander nach einem geometrischen System verschachtelt und fest miteinander verbunden sind, werden auf verschiedenen Ebenen installiert.

Jede der fünf Stahlflächen verfügt aufgrund ihrer Größe über ein eigenes charakteristisches Klangpotential, welches durch Schallwandler, unsichtbar an ihrer Oberseite montiert, angeregt wird.

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