Texte

The Sign of Three
(Das Zeichen der Drei)
SFB 1997

In 15 Szenen spielt sich ein scheinbar einfacher Krimi ab – ein Mord, falsche Fährten, Verschwinden der Leiche and aller Beweise, die Traumpsychologie des 'Film noire' und die Offenbarung in letzter Minute. Parallel dazu und darin eingeschlossen laufen zwei alternative Texte: erstens, eine schwach theologische Spekulation über die Kreuzigung (als eine Art Krimi nach Alfred Jarrys 'Die Passion als ein Radrennen bergan') und zweitens, eine Kritik an Jean Beaudrillards 'Die Ordnungen der Simulacra'. Im Verlauf der Geschichte vermischen sich die Schichten und die eine oder andere tritt an verschiedenen Punkten als dominant hervor, ohne jedoch die narrative Oberfläche der Story aufzubrechen. Der Traum spielt in allen drei Ebenen (durch sein problematisches Verhältnis zum 'Realen') eine wichtige Rolle und keine der Geschichten ist vollständig beigelegt, obwohl es so scheint. Jedoch werden dem Hörer starke Hinweise gegeben. Der Text ist wie ein Puzzle aus zwei bis drei unabhängigen Texten konstruiert, während er linear zu verlaufen scheint. Bezüge auf Gedächtnis, Kommunikationsvorrichtungen und Medien bilden ein ständiges Leitmotiv – sowie auch die eingebetteten Folgen der Drei.
Rex Notes (Chris Cutler)
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